Montag, 29. April 2013

Hast du mal eine Idee für mich?

"Ich habe hier das Stempelset "Madison Avenue" aus der SAB vor mir liegen und weiß nicht, was ich damit machen kann."


So lautete der Hilferuf, den ich vor ein paar Tagen von einer Bastlerin bekam. Schnell habe ich ihr ein paar Vorlagen zusammengesucht und per mail geschickt. Sie hat auch gleich eine Karte gefunden, die ihr sehr gefallen hat und die sie nachbauen wollte:


Als ich sie dann nach dem Ergebnis fragte, sagte sie mir, dass es nicht geklappt hätte und sie nicht wüsste, wie sie das mit den kürzeren Reihen hinkriegen soll.
Sie hätte versucht, ein Element auf dem Stempel abzukleben, dabei ist Tinte verschmiert.
Als nächstes hätte sie es mit Markern ausprobiert, dabei hat aber der nicht bepinselte Stempelteil noch schwache Abdrücke hinterlassen.
Auch mit dem Versuch, mit einem Blatt Papier die rechte Seite abzudecken, war sie recht erfolglos. Ihre Karten sahen so aus:







O.k., den zu großen Abstand zwischen den beiden Stempelabdrücken bekommt man mit dem Stamp-a ma-jig in den Griff. Aber so ging es weiter:




"Eine Katastrophe" sagte sie zu mir, "wie soll ich das denn hinkriegen??"
Zuerst war ich etwas sprachlos, aber dann musste ich kichern. "Wie wäre es denn, wenn du einfach mit dem Stempel immer weiter nach links wanderst?", schlug ich ihr vor.

Sie sah mich entgeistert an und ich merkte, wie es in ihrem Gehirn arbeitete. Dann wurde sie knallrot als sie bemerkte, wo ihr Denkfehler lag und schließlich platze es lachend aus ihr heraus "MANN wie dämlich von mir! Das ist ja total einfach, wieso bin ich da nicht drauf gekommen???"
Wir mussten noch lange darüber witzeln und lagen am Ende fast unter dem Tisch vor lauter Lachen.

Damit ihr das Ganze auch noch mal nachvollziehen könnt, erkläre ich die Vorgehensweise mit ein paar Bildern:


Als wichtigstes Hilfsmittel braucht ihr einen Stempelabdruck auf der Stamp-a-ma-jig Folie, um den Stempel immer genau positionieren zu können.


Wenn die untere Reihe gestempelt ist, wird die Folie um ein Element nach links versetzt. Der gereinigte und mit neuer Farbe getränkte Stempel kommt dann genau dorthin (nicht vergessen, die Folie wegzunehmen ;-))


Und so arbeitet ihr euch immer weiter nach oben und nach links. 


Natürlich solltet ihr immer ein Schmierpapier unterlegen, damit der Stempel, wenn er auf der linken Seite übersteht, nicht euren Schreibtisch versaut.



Anschließend wird die Karte noch aufgehübscht und sieht in meiner Version dann zum guten Ende so aus:


Und die Moral von der Geschicht:
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht! Aber für solche Notfälle bin ich ja gerne da :-)

Ich hoffe, ihr konntet herzhaft mitlachen. Es ist ja nicht böse gemeint, denn jeder von uns hat mal solche Erlebnisse.

Euch wünsche ich einen fröhlichen Tag
eure
Anja

Kommentare:

  1. Cool....das hat doch jeder schon erlebt! Manchmal hat man regelrecht ein Brett vor dem Kopf.....aber dafür hilft man sich ja dann unter einander.
    Wünsche dir einen schönen Wochenstart!

    Liebe Grüße + Knuddelz
    Antje

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  2. Ja, die Woche hat schon mal gut angefangen: mit einem Lächeln, als ich die Geschichte noch mal durchgelesen habe ;-)
    Liebe Knuddelz
    Anja

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  3. Musste auch grad schmunzeln, genau das gleiche ist mir nämlich auch passiert. Naja, man kann ja auch nicht immer alles sofort perfekt können...
    Wünsch dir eine schöne Woche!
    LG Carmen

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  4. Tja, wem sagst du das, sonst wäre das Leben ja auch fürchterlich langweilig :-) Viele Grüße zurück
    Anja

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